Artikel
Das Luthertum in Afrika
Unter besonderer Berücksichtigung der Lutheran Church of Central Africa, Zambia Synod (LCCA‑Z)
Von Pf. Anthony Phiri
Einleitung
Afrika ist der zweitgrößte Kontinent der Erde und umfasst 54 anerkannte souveräne Staaten. Er ist geographisch wie kulturell außerordentlich vielfältig und hat rund 1,5 Milliarden Einwohner. Das Christentum wächst gegenwärtig in Afrika südlich der Sahara schneller als jede andere Religion, schneller sogar als der Islam. Auf diesem Kontinent lebt eine junge, lebendige und entschiedene Christenheit, die in der weltweiten Gemeinschaft der Glaubenden zunehmend Verantwortung und Leitung übernimmt.
Afrikaner haben seit undenklichen Zeiten an Gott als das höchste Wesen geglaubt und ihn angebetet. Zwar reden ihn die einzelnen Stämme und Kulturen mit verschiedenen Namen an, doch die Eigenschaften, die sie ihm zuschreiben – Allmacht, Allgegenwart und Allwissenheit –, bleiben dieselben. Die Kunde von Jesus Christus erreichte Afrika schon im apostolischen Zeitalter, unter anderem durch afrikanische Festbesucher zu Pfingsten und durch den äthiopischen Hofbeamten in Apostelgeschichte 8. In weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara verbreitete sich das Christentum jedoch erst später, als westliche Missionare kamen und das Evangelium verkündigten.
Für das afrikanische Luthertum bedeutet die Botschaft der Reformation, dass ein Kernstück des Evangeliums neu entdeckt wurde. Sola fide – allein durch den Glauben – und solus Christus – allein Christus – bezeugen, dass wir das Heil durch den Glauben an Jesus Christus empfangen (Lukas 7,48–50). Im Mittelpunkt dieser Botschaft steht, dass Gott den Sünder rechtfertigt: aus seiner bedingungslosen Liebe und aus unverdienter Gnade. Der Satz „Das Heil ist nicht käuflich“ findet im afrikanischen Zusammenhang tiefen Widerhall. Die lutherische Lehre schärft eben diese Wahrheit ein: Das Evangelium redet nicht von einer Gerechtigkeit, die Gott fordert, sondern von der Gerechtigkeit, die Gott schenkt. Wir werden gerettet sola gratia – allein aus Gnaden (Epheser 2,8).
Wenn die lutherische Theologie die Gnade allein betont, dann lehrt sie damit, dass Gott die Initiative ergreift, ehe der Mensch antwortet, und dass er diese Antwort durch das Evangelium auch selbst weckt. Ihm allein gebührt die Ehre – soli Deo gloria. Gottes Ehre ist der eigentliche Zweck des Heils. Dass menschliches Leben dabei besser wird, ist eine gesegnete Folge, aber nicht das erste Ziel. Gott ist nicht bloß ein Mittel zum Zweck; er ist Mittel und Zweck zugleich.
Das Luthertum begann 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte – eine Schrift, die gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche (den Verkauf von Sündenvergebung) und gegen den Missbrauch kirchlicher Vollmacht protestierte. Damit war die Reformation entfacht. Luthers Lehre wurde im Konkordienbuch gesammelt, das für die lutherischen Kirchen in aller Welt bis heute die Norm der Lehre und des Bekenntnisses ist.
Wir eilen von Wittenberg, wo alles am 31. Oktober 1517 begann, nach Lusaka in Sambia im Jahr 1949, denn dieser Aufsatz will die früheren lutherischen Bemühungen in Afrika nicht im Einzelnen darstellen. Er beschreibt vielmehr die geschichtliche Entwicklung, das Lehrfundament, das gottesdienstliche Leben und das Wachstum der Lutheran Church of Central Africa in Sambia im weiteren Zusammenhang des afrikanischen Christentums. Er fragt außerdem danach, welche Rolle einheimische Leitung und Ausbildung für den Bestand der Kirche spielen, und geht auf die Herausforderungen ein, vor denen das Luthertum im 21. Jahrhundert steht.
Nach lutherischer Lehre erlangt der Mensch das Heil von der Sünde allein durch Gottes unverdiente Gnade (sola gratia), empfängt es allein durch den Glauben (sola fide) und misst es allein an der Schrift (sola scriptura). Die lutherische Theologie bekennt außerdem, dass Gott die Welt und den Menschen ursprünglich vollkommen, heilig und ohne Sünde geschaffen hat.
Die Lutheran Church of Central Africa (LCCA) ist eine christliche Kirche lutherischer Prägung. Ihr Dienst hat seinen Schwerpunkt in Sambia und Malawi. Zur LCCA‑Z gehören 115 Gemeinden. Die Zahl der Abendmahlsglieder wird auf 8.885 geschätzt; die Gesamtzahl der getauften Glieder in der LCCA‑Z dürfte bei etwa 10.000 liegen. Die LCCA betont das Heil allein aus Gnaden durch den Glauben allein und hält die Bibel für die letzte, unfehlbare Autorität in der Lehre und im christlichen Leben.
Der geschichtliche Hintergrund der LCCA
Bei der geschichtlichen Entwicklung und der heutigen Gestalt des Luthertums in Sambia liegt der Nachdruck besonders auf der theologischen Identität, der Struktur und dem Auftrag der Lutheran Church of Central Africa (LCCA).
Die Lutheran Church of Central Africa wurde von lutherischen Missionaren der Evangelisch-Lutherischen Wisconsinsynode (WELS) gegründet. Die vorbereitende Missionsarbeit begann 1949; 1953 trafen die ersten ständigen Missionare in der britischen Kolonie Nordrhodesien ein, dem späteren Sambia. 1955 entstand mit der Rhodesian Lutheran Church Conference eine eigene Kirche. 1962 wurde sie neu geordnet und erhielt den Namen Lutheran Church of Central Africa (LCCA).
Nach 1962 begann die LCCA mit vorbereitender Missionsarbeit im Nachbarland Malawi; daraus ging die Malawi Conference der LCCA hervor. Die LCCA‑Z hat Gemeinden in mehreren Provinzen Sambias und setzt ihren Dienst dort durch Gemeinden, Pastoren, Evangelisten und Laienmitarbeiter fort.
Lutherische Lehre in Bekenntnisgemeinschaft mit der WELS ist auch in anderen afrikanischen Ländern weitergegeben worden, unter anderem in Nigeria, Kamerun, Äthiopien, Uganda, Kenia, Tansania und in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Über das One Africa Team (OAT) unterstützt die WELS die theologische Ausbildung und die bekenntnislutherische Verkündigung in Zusammenarbeit mit afrikanischen Kirchenleitern.
Das Lehrfundament des Luthertums
Weiter wird gelehrt, dass wir Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott nicht durch unser Verdienst, Werk und Genugtuung erlangen können, sondern dass wir Vergebung der Sünde bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnade um Christi willen durch den Glauben, wenn wir glauben, dass Christus für uns gelitten hat und dass uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Diesen Glauben will Gott als Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, ansehen und zurechnen, wie Paulus im 3. und 4. Kapitel des Römerbriefes sagt.
Augsburger Bekenntnis, Artikel IV
Der Kern des lutherischen Bekenntnisses ist, dass der Mensch allein aus Gnaden durch den Glauben allein gerettet wird und dass die Heilige Schrift die höchste und maßgebende Quelle christlicher Lehre und Praxis ist. Das Lehrfundament des Luthertums fasst man in den „drei Solas“ zusammen – lateinischen Ausdrücken, die „allein“ bedeuten:
- Allein aus Gnaden – sola gratia. Das Heil ist ein unverdientes Geschenk Gottes. Es lässt sich weder durch menschliche Anstrengung noch durch gute Werke noch durch religiöse Handlungen wie den Ablass verdienen.
- Allein durch den Glauben – sola fide. Gottes Gnade wird allein durch den Glauben an Jesus Christus empfangen, nicht durch eigene Leistung oder sittliches Verhalten. Lutheraner glauben, dass der Mensch ganz und gar durch die Gnade Gottes im Glauben an Jesus Christus gerettet wird und nicht durch eigene gute Werke oder Verdienste.
- Allein die Schrift – sola scriptura. Die Bibel ist das von Gott eingegebene und maßgebende Wort Gottes. Sie ist die einzige Regel und Richtschnur christlicher Lehre und christlichen Lebens.
Jesus Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen, und allein in ihm ist das Heil zu finden. Weil das Heil ganz und gar Gottes Werk ist, gebühren ihm allein Ehre, Lob und Preis.
Weitere wesentliche Lehren
- Die Sakramente. Die Lutheraner in Zentralafrika kennen zwei von Christus eingesetzte Sakramente: die heilige Taufe und das heilige Abendmahl, auch heilige Kommunion genannt. In der Taufe schenkt Gott Vergebung der Sünden und neues Leben in Christus. Im Abendmahl bekennen die Lutheraner die wirkliche Gegenwart des wahren Leibes und Blutes Christi „in, mit und unter“ Brot und Wein – eine Lehre, die man sakramentale Vereinigung nennt (Konkordienformel, Solida Declaratio, Artikel VII, 1577).
- Gesetz und Evangelium. Ein zentraler Schlüssel des lutherischen Schriftverständnisses ist die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium. Das Gesetz deckt die Sünde des Menschen auf und zeigt ihm, dass er Gottes Forderung nicht erfüllen kann; das Evangelium verkündigt Vergebung und Heil durch Christus (Luthers Großer Katechismus, 1529).
- Gerecht und Sünder zugleich (simul iustus et peccator). Die Lutheraner bekennen, dass die Gläubigen ihr Leben lang zugleich „gerecht“ und „Sünder“ sind: durch das Werk Christi gerechtfertigt und doch bis zur Vollendung der Sünde ausgesetzt (Augsburger Bekenntnis, Artikel II und IV).
- Die Dreieinigkeit. Die Lutheraner in Zentralafrika bekennen den einen Gott, der von Ewigkeit her in drei Personen besteht: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Gottesdienst und kirchliche Praxis
Das Luthertum gehört zu den stärker traditionell und liturgisch geprägten Zweigen des Protestantismus. Die Gottesdienste haben in der Regel eine feste Gebetsordnung, Schriftlesungen, Lieder und die regelmäßige Feier des Abendmahls; so bleibt die Verbindung zur Kirche der Geschichte deutlich erhalten.
Gemeindewachstum und Evangelisation
Der Aufbau des Luthertums in der zentralafrikanischen Kirche hing von tragfähigen Programmen ab, vor allem von der Ausbildung. Die Pastorenausbildung ist ein wesentlicher Teil des Wachstums, der Entwicklung und des Reifens der einheimischen Kirche. Sie will einheimische Pastoren ausbilden, die das Wort Gottes recht predigen und lehren können. Die einheimischen Pastoren werden außerdem in der Leitung geschult, damit sie die Arbeit der Kirche gut verwalten können. Die Kirche wächst nur dann, wenn geschulte Leiter zur Verfügung stehen, die die Botschaft des Evangeliums in den eigenen Zusammenhang hineinsprechen können.
Die Lutheran Church of Central Africa (LCCA) wächst gegenwärtig nur eingeschränkt, seit die Zuschüsse und Mittel von außen teilweise weggefallen sind. In den letzten drei Jahren hat sich das Wachstum in allen Arbeitsbereichen deutlich verlangsamt.
Wichtige Wachstumszahlen (Durchschnitt aus drei Jahren):
- Gottesdienstbesuch der Erwachsenen: 3,22 %
- Gottesdienstbesuch der Kinder: 4,22 %
- Taufen: 1,95 %
- Konfirmationen: 1,74 %
- Pastorenausbildung: 0,77 %
Die LCCA verzeichnet zwar weiterhin ein positives, wenn auch begrenztes Wachstum beim Gottesdienstbesuch, bei den Handlungen der Gliedaufnahme und in der Ausbildung von Leitern, doch bleiben die Raten niedrig. Der Rückgang der Zuschüsse und Mittel hat das Tempo der Ausbreitung unmittelbar getroffen, besonders in der Pastorenausbildung und im sakramentalen Dienst. Die LCCA baut darum die Mittelbeschaffung vor Ort aus, um das Wachstum zu sichern und zu beschleunigen.
Ausbildung und Zurüstung
Das Lutheran Church of Central Africa Seminary in Lusaka (Sambia) besteht dazu, Männer auf den Dienst im Predigtamt der Lutheran Church of Central Africa (LCCA) oder einer Kirche ihrer Bekenntnisgemeinschaft vorzubereiten und sie in diesem Dienst weiter zu begleiten. Es ist nicht dazu gegründet und wird nicht dazu unterhalten, als religionskundliche Schule für Menschen zu dienen, die lediglich einzelne theologische Kurse belegen oder in das Predigtamt von Kirchen außerhalb unserer Bekenntnisgemeinschaft eintreten wollen (BOC Handbook, 2006). Seit seiner Gründung hat das Seminar mehr als sechzig Pastoren ausgebildet; 37 von ihnen stehen gegenwärtig im Dienst.
Das Seminar bemüht sich auf verschiedene Weise, auch denen Gelegenheit zu theologischer und beruflicher Weiterbildung zu geben, die bereits im Predigtamt seiner Bekenntnisgemeinschaft stehen. Um diesen Zweck zu erfüllen, will das Lutheran Seminary:
- Pastoren und Gemeinden helfen, Männer für das Bible Institute und das Seminar zu gewinnen und vorzubereiten;
- Studenten und ihren Familien sowie den Pastoren, die bereits in der LCCA dienen, helfen, zu wachsen in
- der Kenntnis der Bibel und der Welt um sie her;
- dem Zutrauen zu den eigenen Gaben;
- dem christlichen Glauben;
- dem christlichen Leben und
- der Hingabe an den Dienst des Herrn;
- eine christliche Gemeinschaft aufbauen, die miteinander arbeitet und miteinander Gottesdienst feiert;
- die theoretische wie die praktische Ausbildung geben, die für den Dienst in unseren LCCA‑Gemeinden und in der LCCA-Synode nötig ist;
- die Schule nach den Weisungen der LCCA leiten (BOC Handbook, 2006).
In weiteren afrikanischen Ländern sind Ausbildungsstätten für Pastoren entstanden, etwa in Malawi, Nigeria, Kamerun, Äthiopien und Kenia. Die am Seminar der LCCA ausgebildeten Pastoren dienen in verschiedenen Teilen Sambias und helfen, das Evangelium von Jesus Christus in seiner Wahrheit und Reinheit auszubreiten. Die lutherische Lehre wird außerdem in Bibelstunden, in Predigten und im Konfirmandenunterricht weitergegeben, bewahrt und eingeschärft.
Einheimische Leitung und tragfähiges Wachstum
Aus der Sicht afrikanischer, einheimischer Leitung ist zu fragen, wie das eigenverantwortliche Handeln der Leiter vor Ort, der kulturelle Zusammenhang und die Weitergabe von einer Generation an die nächste zu einem tragfähigen, selbstständigen Wachstum in den Gemeinden der LCCA beitragen.
Die Lutheran Church of Central Africa (LCCA) verfolgt seit ihrer Gründung die biblischen und bekenntnisgebundenen Grundsätze einer reifen, einheimischen Kirche. Sie zeigen sich in drei Grundpfeilern:
1. Selbstständigkeit – eigene Trägerschaft
Die LCCA ruft zur Mittelbeschaffung vor Ort auf und hält ihre Glieder zu freiwilligen Gaben an. Zehnte und Opfergaben tragen die Arbeit der Pastoren, den Dienst der Gemeinden, den laufenden Betrieb und die Mission vor Ort. Manche Gemeinden betreiben außerdem Erwerbsprojekte – Landwirtschaft, Geflügelhaltung, kleine Gewerbe –, um Pastoren und Gemeindearbeit zu unterstützen. Zugleich sind Synode und Seminar für viele größere Aufgaben weiterhin auf Missionsmittel von außen angewiesen.
2. Selbstverwaltung – eigene Leitung
Der lutherischen Kirchenordnung entsprechend leitet und lehrt die LCCA eigenständig. An ihrer Spitze stehen einheimische Leiter. Sambische Pastoren und gewählte Laienmitarbeiter aus der Synode leiten die Kirche. Die Reinheit der Lehre wird gewahrt: Alle Lehre und Praxis ist an sola scriptura und an den lutherischen Bekenntnisschriften ausgerichtet. Über Kirchenzucht, Ordination und Missionsstrategie entscheidet die Synodalversammlung. Die LCCA setzt ihre eigenen Schwerpunkte, verwaltet ihre Einrichtungen und antwortet auf die Lage vor Ort.
3. Selbsterhaltung – eigene Ausbreitung
Die LCCA konzentriert sich darauf, den Gemeinden zu dienen und Leiter aus den eigenen Reihen auszubilden. Die Gemeinden der LCCA‑Z setzen einheimische Mitarbeiter und Pastoren ein, um die bestehenden Gemeinden zu versorgen und in Sambia missionarisch zu arbeiten. Gemeinsam mit dem OAT hat die LCCA außerdem begonnen, Mitarbeiter an der Basis auszubilden. Aus ihnen können Anwärter für das Lutheran Bible Institute und für das Seminar hervorgehen.
Das Lutheran Theological Seminary und die Programme der Pastorenausbildung bilden einheimische Geistliche aus und sichern so, dass der Dienst fortgeführt wird. Die Kirche sucht weiterhin nach Wegen, aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zahlenmäßig und im Aufbau zu wachsen, und nimmt zugleich die Hilfe der Partner in der Bekenntnisgemeinschaft an.
Herausforderungen für das Luthertum im 21. Jahrhundert
Die Herausforderungen, vor denen das Luthertum steht, sind lehrmäßiger, kultureller, institutioneller sowie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Art. Wo sich die lutherische Lehre in neue Missionsfelder in Sambia und in anderen afrikanischen Ländern ausbreitet, trifft sie auf Irrlehren, die die rechte biblische Lehre bedrohen. Dazu gehören die Gesetzlichkeit, die Praxis des offenen Abendmahls, die Gemeinschaft mit Kirchen, die die Dreieinigkeit nicht bekennen, die Vielehe und die Pfingstbewegung.
Trotz der Ausbreitung in der Vergangenheit stehen die lutherischen Kirchen im zentralen Afrika vor anhaltenden strukturellen Hürden. Dazu zählen die schwere Knappheit an Mitteln, die wirtschaftliche Not der Pastoren und die noch offene Frage, ob man den hauptamtlichen Dienst fördern oder auf nebenberufliche Pastoren mit einem weltlichen Zusatzeinkommen setzen soll. Eine weitere wichtige Herausforderung für die LCCA‑Z ist gegenwärtig die Finanzierung der Pastorenausbildung. Gemeinden und Leiter beraten weiter über Ausbildungswege, die auf lange Sicht kostengünstiger, erschwinglicher und tragfähiger sind, und darunter auch über Wege, Männer zu unterstützen, die für eine hauptamtliche Ausbildung am Ort des Seminars nicht umziehen können.
Schluss
Die LCCA‑Z ist ein Zeugnis dafür, dass eine afrikanische lutherische Kirche danach streben kann, sich selbst zu leiten, sich selbst zu tragen und sich selbst auszubreiten, und dabei der Schrift und den Bekenntnissen treu zu bleiben. Die Herausforderungen sind wirklich, aber sie bestimmen nicht das Wesen der Kirche. Sie rufen die Kirche zu tieferer Treue, zu klügerem Haushalten und zu beständigem Vertrauen auf die Gnade allein, während sie den Menschen in Sambia dient.
Literatur
BOC Handbook (2006). Student handbook. Lutheran Press.
Walther, C. F. W. (1986). The Proper Distinction Between Law and Gospel. Übersetzt von W. H. T. Dau. Rev. Aufl. St. Louis: Concordia Publishing House.
Koehler, Edward W. A. (1952). A Summary of Christian Doctrine. Concordia Publishing House (CPH).
Luther, Martin (1529). Großer Katechismus.
Konkordienbuch (1580). Augsburger Bekenntnis, Artikel IV.
The Lutheran Confessions (2006). A Reader’s Edition of the Book of Concord. Concordia Publishing House, MO.

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